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Rechtschreibentwicklung, RechtschreibstrategienUnabhängig von zahlreichen Unterschieden im Detail wird derzeit meist davon ausgegangen, dass drei Strategien beim Schriftspracherwerb eine große Rolle spielen: die logographische Strategie, die lautorientierte (oder alphabetische) Strategie und die orthografische (oder orthografisch/morphematische) Strategie (siehe z.B. die Artikel von Gerheid Scheerer-Neumann in Huber u.a. (Hrsg.), Einblicke in den Schriftspracherwerb, und in Balhorn u.a. (Hrsg.), Schatzkiste Sprache 1.) Bei der logographischen Strategie werden Wörter als Ganzes gemerkt und geschrieben, ohne Kenntnis der Laut-Graphem-Zuordnung. Die logographische Strategie kommt hauptsächlich bei ersten Schreibversuchen - meistens lange vor der Einschulung - vor. Bei der lautorientierten Strategie werden die Wörter lautlich gegliedert und die entsprechenden Buchstaben bzw. Grapheme werden zugeordnet. In frühen Phasen sind die Schreibungen meist noch sehr unvollständig (Skelettschreibung), später sind sie lautlich vollständig, aber meist nicht orthografisch korrekt, da z.B. Länge- und Kürzezeichen mit der lautorientierten Strategie nicht erfasst werden. Bei der orthografischen Strategie geht es um die orthografisch korrekte Schreibung der Wörter. Mit zunehmender Sicherheit beim lautorientierten Schreiben achten die Kinder verstärkt auf orthografische Regeln und Ausnahmen, wie z.B. Länge- und Kürzezeichen, und auf morphematisch ableitbare Besonderheiten wie z.B. die Auslautverhärtung. Im Abschnitt Rechtschreibanalyse wird ein PC-Programm zur Auswertung von Schülerschreibungen vorgestellt. |
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