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„Anweisung zur Teutschen Orthographie“

 Hieronymus Freyer, 1722

 

 „In unserer Gesellschaft besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass man erst dann wirklich schreiben kann, wenn man richtig schreibt. Es genügt nicht, wenn dem Geschriebenen gerade noch ein Sinn entnommen werden kann. Für jede Wortform gibt es - von wenigen Varianten abgesehen - nur eine mögliche Schreibweise, für jedes Interpunktionszeichen gibt es bestimmte Platzierungen. Die Schreibweise ist im Deutschen normiert. Das Deutsche kann nicht irgendwie geschrieben werden, sondern es besitzt eine Orthographie.“

 Grammatik-Duden, 7. Aufl., S. 64

 

 „Es soll sogar Zeiten gegeben haben, in denen sich die Mönche bemühten, ein Wort, das mehrmals im Text vorkam, jedes Mal anders zu schreiben, damit das Lesen interessanter wird. Heutzutage aber ist ein freier Umgang mit dieser Variabilität unserer Lautschrift verpönt. Gefordert wird, dass jedes Wort von allen Menschen in jeder Situation genau gleich geschrieben wird. Dieses Phänomen nennt man dann Rechtschreibung.“

 Christine Mann, in: Selbstbestimmtes Rechtschreiblernen, S. 9

Was ist Rechtschreibung

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Stand: 5. Mai 2010