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Anhang: Beispiele zur RechtschreibreformAlternative SchreibungenDurch die Rechtschreibreform hat sich die Zahl der Wörter erhöht, für die mehr als eine Schreibung zulässig ist. Dies betrifft insbesondere ph-f, th-t und gh-g. Dies sind aber Einzelfallregelungen, eine generelle Vereinfachung dieser Schreibungen ist nicht zulässig. So ist Orthografie und Orthographie erlaubt, nicht aber Ortografie oder Ortographie und auch nicht Alfabet. Nach neuer Rechtschreibung sind beide Schreibungen erlaubt:Delfin - Delphin, Megaphon - Megafon, Orthographie - Orthografie (und andere Wörter auf ...graphie) Panther - Panter, Thunfisch - Tunfisch Joghurt - Jogurt, Spaghetti - Spagetti Ebenso darf in vielen Fremdwörtern z statt t geschrieben werden, soweit sich dies aus der Aussprache und Ableitung (Stammprinzip) ergibt: potentiell - potenziell, substantiell - substanziell Neue SchreibungenIn den folgenden Beispielen ist nur die neue Schreibweise erlaubt. Doppelkonsonant nach kurzem Vokal:
tz gilt als Konsonantenverdoppelung von z, daher das Beispiel platzieren. Der wichtigste Fall der konsequenteren Konsonantenverdoppelung nach kurzen Vokalen ist aber die Ersetzung von ß durch ss: ss statt ß nach kurzem Vokal:
Der eigentliche Sinn der Orthografie besteht in der Förderung der Lesbarkeit. Bei den letzten vier Wörtern wurde aber eher das Gegenteil erreicht. ä statt e wegen Stammprinzip:
äu statt eu wegen Stammprinzip:
Dehnungs-h bleibt erhalten bei nachfolgendem h (Stammprinzip):
Doppelkonsonant bleibt erhalten bei nachfolgendem gleichem Konsonanten (Stammprinzip):
Ein sehr spezieller Fall ist die Abschaffung des Dehnungs-h nach au, das ohnehin kaum vorkam: rau statt rauh, entsprechend in zusammengesetzen Wörtern, z.B. Raureif statt Rauhreif. Ein für Kinder wichtiger Spezialfall ist das Känguruh, das sich jetzt Känguru schreibt - wie auch andere exotische Tiere, z.B. das Gnu und der Emu, im Gegensatz zur einheimischen Kuh. Diese Änderung ist aber durchaus konsequent, da Känguru (wie auch Emu) auf ein kurzes u endet. Das u in Gnu ist zwar ein langes u, aber die Kennzeichnung langer Vokale durch ein Dehnungs-h (wie in Kuh) ist ohnehin die Ausnahme. |
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